30km vom Marathon gehen war nicht meine Vorstellung vom Ironman Hawaii.

Ich war nicht immer Experte für Leistungsfähigkeit und Gesundheit. 

2018 war ich Mitglied der Zwift Academy und konnte auf Hawaii im Ironman unter 9h bleiben.
Das war aber nicht immer so...

Selbstoptimierung bis zum Übertraining war leider meine Devise. 

Übertrainiert und total fertig am Straßenrad vom Ironman Hawaii, der Lebenstraum auf den ich mehr als 5 Jahre hingearbeitet hatte, war vorbei.  
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Ich hatte keine Lust mehr auf Triathlon, war dauernd nur krank und müde.


Wie konnte das passieren? 

Die Jahre vorher habe ich mich exzessiv mit dem Thema Leistungsfähigkeit beschäftigt. Ich las jede Studie und wendete alles sofort an. Die neuesten HiT Studienergebnisse waren genau richtig, um mich weiter nach vorne zu bringen.

Doch vielleicht einmal kurz zu meiner Story: 

Triathlon hat mir definitiv geholfen Leistungsfähig zu sein.

Vor dem Sport hatte ich ein schlechtes Selbstbewusstsein, war super schlecht in der Schule und hatte keine Bock auf irgendetwas. 

Das strukturierte Training hat mir geholfen mehr Fokus im Alltag und Studium zu gewinnen. 

Der Sport hat mir geholfen meine persönlichen Ziele zu erreichen und stets weiter persönlich zu wachsen. 

Ich habe stets super hart und umfangreich trainiert, weil ich dachte alle würden so trainieren. 

Der Weg zum erreichen der Hawaii Qualifikation hat mir geholfen mehr aus mir zu machen. --> 100% true. 

Ohne den Sport hätte ich nicht Medizin studiert, hätte nicht den besten Menschen in meinem Leben kennen gelernt, hätte mir kein Coaching Business aufgebaut und wäre immer noch ein kleiner Computer Nerd mit schlechtem Selbstbewusstsein. 

Danach habe ich jedoch einen Fehler gemacht, der meine Leistunghsfähigkeit über 3 Jahre stagnieren ließ: 
Mein Traum war am Ironman Hawaii teilzunehmen und so habe ich mich exzessiv vorbereitet.
Ich trainierte in dieser Zeit stets 16 - 20h in der einen Woche.  
Ich habe mich vor der Vorlesung um 6:00 a.m. mit Freunden zum Laufen verabredet, und abends nach den Seminaren noch kurz 3 km im Schwimmbad abgespult. Schlafen kann ich wenn ich tot bin war mein Credo. 
Ich war ehrlich gesagt ziemlich Stolz darauf überall gut zu funktionieren. Leider merkte ich nicht, dass ich nicht besser wurde, sondern dass ich stagnierte. Ich war oft müde und leider fing ich mir immer wieder kleine Infekte ein, war also häufiger mal krank. 

Für Hawaii habe ich mich trotz abnehmender Leistungsfähigkeit 2015 das erste Mal qualifiziert. 

Desaster in Paradise. Ironman Hawaii-2015. 
Ich musste 30km vom Marathon gehen, und war einfach nur müde und fertig. 
Obwohl ich viel und intensiv trainierte, fühlte ich mich .... nicht gut. 

Ich fühlte mich einfach nur mental ausgelaugt, müde und fertig, war traurig so viel Zeit mit so etwas "sinnlosem" wie Triathlon zu vergeuden.  18h Training die Woche für nichts?
An einem der schönsten Orte der Welt, konnte ich die Zeit nicht genießen, und stoppte 5Km vor dem Wechsel zum Laufen. Ich hatte das Gefühl, einfach nicht mehr weitermachen "zu können". Ich ging dann 30km vom Marathon und flog absolut frustiert und müde nach Hause. Ich war mir sicher, dass ich keinen Triathlon mehr machen wollte und wollte auch mein Coaching aufgeben.

"Als Triathlet musst Du so trainieren" 
Das hatte ich zumindest immer so gedacht. 

Was ich falsch gemacht hatte?

Mir ging es darum mich möglichst hart zu belasten um schnell voran zu kommen. 
Ich hatte viel zu viel Volumen absolviert. 
Ich hatte zu intensiv trainiert. 
Ich hatte nicht an meiner Ernährung gearbeitet.
Ich hatte nicht an der Umsetzung gearbeitet.

Ich bin immer müder geworden, weil ich gedacht habe das müsste so sein. 
Ich habe immer schlechter geschlafen. 
Ich habe meine Hormone und meiner Gesundheit langfristig geschadet und meine Leistungsfähigkeit sabotiert. 

2016 hatte ich mit Ausdauersport aufgehört und wollte auch mein Coaching beenden.
Ich hatte keine Lust mehr so viel und Intensiv zu trainieren. 
Ich wollte wieder gesund sein und nicht dauerhaft nur müde, verletzt oder krank...


Anfang 2016 begann ich mit meiner medizinischen Doktorarbeit zu Ausdauertraining bei Multiple Sklerose und das markierte den Anfang von einer anderen, revolutionären Denkweise. Ich promovierte zu den positiven Effekten von Ausdauertraining auf eine Gehirn bezogene abnormer Ermüdung, man bezeichnet dies als Fatigue. Ich sah wie Patienten sich nicht aus belasten konnten, obwohl sie von ihrem Körper her eigentlich in der Lage sein sollten. Patienten verbesserten sich, wenn sie mit ihrem Körper zusammen arbeiteten und nicht wenn sie zwanghaft ihr Training absolvierten.

Dies hinterfragte meine Denkweise dramatisch. In der Arbeit mit den Patienten habe ich erlebt wie wichtig es ist ganzheitlich zu arbeiten. Ich erlebte wie wichtig es ist erstmal die Gesundheit zu berücksichtigen und ein solides Fundament aufzubauen. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du ausbrennst, Dich verletzt oder Dein Ziel verfehlst, ist drastisch erhöht wenn Deine Gesundheit nicht optimal ist. 

Ich habe erkannt, dass mein Konzept bis 2015 gegen mich anstatt mit mir gearbeitet hatte.
Das Training hatte meine Gesundheit sabotiert, ich habe gegen meinen Körper gearbeitet und gedacht:

"Sei doch einfach mal hart zu Dir." 

Ich hatte immer nur Vollgas gegeben. Dabei mich und meinen Körper aber eher vernachlässigt und wichtige Signale komplett ignoriert. Das Resultat war total ausgebrannt, zu stagnieren und langfristig nicht mein wahres Leistungs-Potenzial zu entfalten. 

Nachdem ich mein ganzheitliches Konzept Ende 2016 entwickelt hatte wurde ich schnell wieder leistungsfähig. 2017 wurde ich erster Amateur beim Ironman Hamburg in 8:57h, qualifizierte mich 2017 und 2018 für den Weltmeisterschaft auf Hawaii und blieb hier auch unter 9h. 
Ich bin seitdem gesund, habe viel mehr Energie in meinem Alltag und überwinde Sessions viel leichter. Ich arbeite mit meinem Körper und nicht gegen Ihn. 

Meine Athleten konnten mit diesem Konzept, im Einklang mit ihrer Gesundheit, Ironman Siege, Podiumsplatzierungen und enorme Fitness Zuwächse einfahren.

Bewirb Dich jetzt und vielleicht arbeiten wir auch schon bald an Deinen Zielen.   

Dein, 
 Dr. med. Golo Röhrken